Under the Dome

  • Eine TV-Serie, die heute ihren Start in Deutschland hat, von Stephen King, dem Meister aller Horror (ich lese gerne Bücher von ihm).


    Quote

    Eine beschauliche Kleinstadt im Nordosten der USA. Ein ganz normaler Tag. Doch schlagartig wird alles anders: Eine riesige durchsichtige Kuppel stülpt sich über den Ort Chester's Mill, schließt ihn komplett von der Außenwelt ab. Die Bewohner und Besucher der Kleinstadt sind wie in einer Käseglocke gefangen - eine gefährliche Käseglocke, die Häuser und Lebewesen zerteilt, an der Flugzeuge und Autos zerschellen. Sie sind "Under the Dome" (Unter der Kuppel). So lautet der Titel der US-Mysteryserie, die am Mittwoch um 20.15 Uhr beim Privatsender ProSieben startet.

    Die Serie basiert auf das Buch "Die Arena" von King. Der Lost-Autor hatte hier auch seine Finger im Spiel. Ich bin gespannt, wie hier mit dem Thema "Überleben" umgegangen wird. Ich werde Sie mir auf jeden Fall anschauen.


    http://www.stern.de/kultur/tv/…r-der-kuppel-2055366.html

  • Hab' alle verfügbaren Folgen (zur Zeit 11 Episoden im Original) gesehen.


    Es fängt mit den ersten zwei Episoden sehr gut und spannend an, die Episoden 3 und 4 fand ich dann etwas in die Länge gezogen (da hätte man auch gut eine Episode draus machen können) und ich hatte da schon befürchtet, dass die gar nicht genug Story haben, um das Niveau der ersten zwei Folgen zu halten, aber ab Folge fünf geht es dann doch wieder mit vielen interessanten Überraschungen spannend weiter.


    Die Serie basiert auf das Buch "Die Arena" von King. Der Lost-Autor hatte hier auch seine Finger im Spiel.


    Da hast Du entweder was falsch verstanden oder Dich komplett falsch ausgedrückt. Stephen King ist kein Lost-Autor, es wirkt auch kein anderer Lost-Autor an der Serie mit, lediglich ein Co-Produzent von "Under the Dome", Jack Bender, hat auch bei Lost als Produzent mitgewirkt.


    Ich bin gespannt, wie hier mit dem Thema "Überleben" umgegangen wird.


    Na - ähnlich wie bei Lost: Gemessen an der Lage geht's denen recht gut, für sämtliche Versorgungsengpässe gibt's dann schon eine Lösung, bevor es da richtig bedrohlich werden könnte - keine Sorge - in der Beziehung ist's dann schon etwas Lost-ähnlich - und die größte Gefahr für das Leben sind mal wieder die Menschen selbst.


    Mich hat die Serie immerhin dahingehend überrascht, dass sie für eine Steven Spielberg Produktion vergleichsweise wenig kitschig ist (gut - ganz ohne geht's bei Spielberg ja nun mal nicht).


    Bisher sehr spannend und mit vielen Überraschungen (Das Buch habe ich nicht gelesen).


    Etwas witzig finde ich in dem von Dir verlinkten Stern-Artikel die Aussage: "Ein Drama um Liebe und Hass", das ist so etwas irreführend, dafür stehen die mysteriösen Vorkommnisse viel zu sehr im Vordergrund (ich frage mich, ob der Verfasser des Artikels die Serie bis dahin überhaupt gesehen hat). Hier beispielsweise geht's auch ohne aus der Luft gegriffene Übertreibungen bezüglich des (selbstverständlich wie in jeder erfolgreichen Serie vorhandenen) Drama-Aspektes:
    http://www.spiegel.de/kultur/t…er-the-dome-a-920291.html


    Grüße
    Lil Fatima

  • Die Serie basiert auf das Buch "Die Arena" von King. Der Lost-Autor hatte hier auch seine Finger im Spiel.

    Die erste Satz war nicht auf den zweiten bezogen. Ich habe genügend Stephen King Bücher, dass ich ne Bibliothek damit versorgen kann. Ich weiß natürlich, dass King kein Lost Autor war. Ich rede von Jack Bender.


    Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber laut Spiegel-Artikel wurde sich wenig an das Buch gehalten. Wobei ich ja sagen muss, dass Lost zum Ende hin total irreführend wird. Und dadurch wird sie ein bisschen langweilig.

  • Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber laut Spiegel-Artikel wurde sich wenig an das Buch gehalten.


    Was ja bei einer Fernsehserie nicht ungewöhnlich ist - siehe Haven, auch eine Serie, die lose auf einem Stephen-King-Roman basiert - und ein Buch ist nun mal ein völlig anderes Medium als eine Serie mit wöchentlicher Ausstrahlung, da erfordern die Spannungsmomente einen ganz anderen Rhythmus, zumal ja auch mittlerweile eine zweite Staffel bestellt ist, diese Option hatte man sich von Anfang an bewusst offen gehalten.


    Wobei ich ja sagen muss, dass Lost zum Ende hin total irreführend wird. Und dadurch wird sie ein bisschen langweilig


    Sehe ich nicht so, Lost ist von Anfang an irreführend, viele der Mysterien sind eher im literarischen Sinne zu betrachten und vieles, was am Anfang der Serie wie einfach nur so daher gesagt wirkt, bekommt erst durch die letzte Staffel einen Sinn (wie Lockes Worte über das Backgammon-Spiel in einer der ersten Episoden von Lost) - und da wo es literarisch wird, bleiben auch gerne mal Fragen offen, das schafft Spielräume für eigenständige Interpretationen. Diese "Gefahr" besteht bei einer King/Spielberg-Produktion wohl kaum, da gibt' s zwar auch Überraschungen, aber alles sehr konkret, überschaubar und leicht nachvollziehbar dargestellt.


    Mit Lost kann man es ohnehin nicht vergleichen, gerade in Bezug auf den Drama-Aspekt: Bei Lost will man spätestens nach 4 Folgen immer mehr über die Charaktere wissen, bei "Under the Dome" finde ich sämtliche Charaktere auch nach 11 Folgen immer noch relativ platt und ohne weiteres entbehrlich - ist mir völlig wurscht, wer da aus der Handlung 'rausgeschrieben werden sollte.


    "Under the Dome" wird von den spannenden und gut ausgedachten Mysterien der ungewöhnlichen Situation und den gut gemachten VFX getragen, da möchte man einfach mehr wissen bzw. mehr davon sehen. Ob das dann letztendlich reicht, dass ich mir das nach Abschluss der Serie irgendwann ein zweites Mal anschaue, weiß ich noch nicht, bisher sind mir die Charaktere nicht interessant genug und ist mir die Aufklärung der Mysterien zu "gradlinig" - was nicht heißt, dass es beim erstmaligen Ansehen nicht spannend wäre - und das ist ja auch schon was.


    Grüße
    Lil Fatima

  • Spielberg und King, das passt einfach nicht zusammen. Hätten sie daraus eine Miniserie gemacht wie sonst bei Kings Büchern, wäre das kein solcher Drama-Krampf geworden. Sie sollten echt mehr den Fokus auf die Kuppel legen und nicht dieses ganze Teenie/Familiengeplärre da mit reinhauen. Aber das war bei Jericho ja nicht anders.

  • ...dieses ganze Teenie/Familiengeplärre...


    Ein treffender Ausdruck :cool:


    Seit "Terra Nova" und "Falling Skies" zeichnet sich ja ab, dass von Spielberg wohl kaum eine TV-Serie ohne "Teeniegeplärre" zu erwarten ist, bei "Falling Skies" müssen da ja schon Minderjährige an Kampfhandlungen teilnehmen, damit sie nur ja oft genug im Bild sind.


    Immerhin weiß man bei einer Spielberg-TV-Serie immer mit einiger Sicherheit im voraus, was da zu erwarten ist: Platte und klischeehafte Charaktere und "Teeniegeplärre".


    Bei UtD finde ich allerdings die Story um die Mysterien und Herkunft der Kuppel (hab's nie auf Deutsch gesehen, aber so wird man das ja wohl übersetzt haben?) sowie die guten VFX immer noch so interessant und spannend, dass ich das auch nach 11 Folgen noch gerne sehe - bei "Falling Skies" schaue ich mir mittlerweile nur noch die VFX mit den Aliens an, den Rest überspringe ich im schnellen Vorlauf.

  • Habe nun Under the Dome angefangen.


    Und ich bin mit Season 1 jetzt komplett durch.


    Die letzte Episode 13 endet mit einem megastarken Cliffhanger - mir gefällt sowas ja sehr gut - und ich hab' mir dabei das allgemeine Gezeter vorgestellt, falls die Serie nicht um eine zweite Staffel verlängert worden wäre.


    Fazit: Es hätte vollkommen ausgereicht, wen man die komplette erste Staffel auf 8 bis 10 Folgen komprimiert hätte, für 13 Folgen ist die Handlung dann doch etwas dünn und sind die Charaktere nicht interessant genug, dann hätten auch die teilweise sehr guten VFX mehr im Vordergrund gestanden. Für mich persönlich keine Serie zum aufbewahren bzw. zweimal anschauen. Hat mich aber trotzdem ganz gut unterhalten, bin bei Season 2 wieder mit dabei.


    Grüße
    Lil Fatima

  • Die erste Staffel habe ich also beendet. Schade, dass die zweite Staffel erst nächstes Jahr raus kommt. So lange warten. Ein extrem offenes Ende. Hoffentlich halte ich die Wartezeit auf. Diese "Dinger", die diese Kuppel anscheinend auf Chester Mill gemacht haben, sind definitiv wohl keine Menschen. Anfangs dachte ich ja, dass das Militär da seine Finger im Spiel hat, um die Bewohner zu testen wie sie mit dieser Isolation umgehen etc. Aber seit der Sache mit dem Ei glaube ich stecken da außerirdische Wesen hinter. :?: Ich bin jedenfalls gespannt. Dieser Junior nervt mich in dieser Serie gewaltig. Hoffentlich stirbt der irgendwann bald.

  • ...glaube ich stecken da außerirdische Wesen hinter.


    Na ja, wer laut Buchvorlage dahinter steckt, lässt sich ja schnell im Web 'rausfinden - spoilern kann man sich mit der Info allerdings auch nicht so direkt, da bereits angekündigt wurde, dass man diesbezüglich vom Buch abweichen wird.


    Dieser Junior nervt mich in dieser Serie gewaltig. Hoffentlich stirbt der irgendwann bald.


    Wieso? Der ist doch der Einzige, dessen Charakter relativ undurchschaubar bzw. unberechenbar ist. Klar - der ist nicht sonderlich sympathisch, aber der restliche Cast ist ja da eher eindimensional klischeehaft und langweilig geraten.


    Der eigentliche Star ist da aber sowieso nur die Kuppel, alle Darsteller sollten sich da doch genaugenommen ausdrücklich bei den VFX-Producern dafür bedanken, dass die ihnen den Arsch gerettet haben. :D


    Grüße
    Lil Fatima

  • Ja. Außerdem will ich mir selber ja nicht die Spannung nehmen, wer nun wirklich hinter dieser Kuppel steckt.
    Das stimmt, er ist undurchschaubar. Aber auf ner gewissen Art und Weise finde ich ihn irgendwie ekelig.