Lindenstraße eingestellt!

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      Schock für alle Fans der Lindenstraße": Die ARD hat beschlossen, die langjährige Serie nach fast 35 Jahren einzustellen. Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD hat sich mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrages mit der Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion ausgesprochen. Als Grund für die Entscheidung nennt Programmdirektor Volker Herres das gesunkene Zuschauerinteresse und Sparzwänge, die nicht mit den Produktionskosten der Serie vereinbar seien. Die letzte Folge der Serie wird im März 2020 im Ersten ausgestrahlt - so lange läuft der aktuelle Vertrag noch.
      "Diese Entscheidung hat sich die Fernsehprogrammkonferenz der ARD nicht leicht gemacht. Denn die 'Lindenstraße' ist eine Ikone im deutschen Fernsehen, die uns seit Jahrzehnten begleitet. Sie ist Spiegelbild der Geschichte und Entwicklung unserer Republik. Sie hat Akzente gesetzt, die prägend bleiben werden - ein Verdienst engagierter, leidenschaftlicher Macher", so Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen. "Doch wir müssen nüchtern und mit Bedauern feststellen: Das Zuschauerinteresse und unsere unvermeidbaren Sparzwänge sind nicht vereinbar mit den Produktionskosten für eine solch hochwertige Serie. Hans W. Geißendörfer hat als Vater der 'Lindenstraße' Fernsehgeschichte geschrieben. Ihm und seiner Nachfolgerin Hana Geißendörfer sowie allen Mitwirkenden gelten unser Respekt und unser Dank. Und noch ist ja nicht Schluss: Wir versprechen allen Zuschauern und treuen Fans bis 2020 noch viele interessante Folgen und ein fulminantes Finale."

      WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn ergänzt: "Mein besonderer Dank gilt dem Erfinder der Serie, Hans W. Geißendörfer, seiner Nachfolgerin Hana Geißendörfer, dem Ensemble und dem ganzen Team - und nicht zuletzt dem Publikum, das der 'Lindenstraße' seit mehr als 30 Jahren die Treue hält. So sehr der Abschied auch schmerzt, können doch alle Beteiligten sehr stolz sein, denn sie haben mit der 'Lindenstraße' geschafft, was keiner anderen deutschen Serie gelungen ist: über Generationen hinweg mitten aus dem Alltag der Menschen heraus große gesellschaftliche und politische Themen abzubilden. Wir sind der Gemeinschaft der ARD dankbar, dass sie die 'Lindenstraße' über Jahrzehnte mitgetragen hat und bedauern, dass sie keine Möglichkeit mehr sieht, die Serie fortzuführen. Gleichzeitig verstehen wir, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der ARD geändert haben und Produktionen neu bewertet werden müssen."
      Die erste Folge der "Lindenstraße" wurde am 8. Dezember 1985 ausgestrahlt. Seitdem bildete sie Schicksale und Geschichten des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland ab. Stets spiegelte die Serie auf fiktionale Weise mit ihrer Figurenkonstellation realitätsnah die Vielfalt des gesellschaftlichen Lebens und deren Entwicklung wider. Immer wieder gab es auch provokante Geschichten, die Diskussionen angeregt haben, wie zuletzt auch die Flüchtlingsproblematik. Außerdem gab es diverse Experimente, wie etwa eine Folge mit Zuschauerabstimmung oder eine live ausgestrahlte Folge. Erst im Mai verabschiedete sich Urgestein Joachim Luger mit einer besonderen Folge nach 33 Jahren aus der Serie, begleitet vom WDR Funkhausorchester (TV Wunschliste berichtete).
      Die Quoten der Serie sanken jedoch kontinuierlich. So wurden in diesem Jahr nur noch ein durchschnittlicher Gesamtmarktanteil von 8,9 Prozent erzielt. Etwas mehr als zwei Millionen Zuschauer waren wöchentlich dabei. Rund eine halbe Million waren im Alter der jungen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Die gesunkene Bedeutung der "Lindenstraße" für die ARD wurde bereits deutlich, als immer öfter mal Folgen zu ONE abgeschoben wurden - zudem wurden 2017 und 2018 "Sommerpausen" eingelegt.
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      Tja.. ARD hat erneut gewonnen.. Ard hatte schon damals VL sabotiert bis zur Einstellung und versuchte es bei der LiStra auch schon seit 2015/16 rum sie loszuwerden.. Hoffe nur mit der übrig gebliebenen Zeit fangen die Autoren an ein besseres Finale zu schreiben als die von der Verbotenen Liebe damals